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Basilica Kathedrale Maria aufgenommen in den Himmel

Basilica Kathedrale Maria aufgenommen in den HimmelDie Kathedrale, die Maria gewidmet ist, steht im Stadtzentrum am Domplatz und gehört zum 1. Pfarrbezirk Reggio Centro. Die Geschichte der Kirche ist eng verknüpft mit der Geschichte der Stadt, auch sie wurde mehrmals durch Kriege und Naturkatastrophen zerstört. Der Ursprung der Kathedrale wird auf den heiligen Paulus zurückgeführt, der in Reggio Halt machte, als er in Ketten nach Rom geführt wurde, um vor Cäsar zu erscheinen.

Apostelgeschichte 28,13:
“… Von hier gelangten wir entlang der Küste nach Rhegion. Am nächsten Tag kam Scirocco-Wind auf und so gelangten wir am Tag darauf nach Pozzuoli.”
Reggio fiel verschiedentlich unter fremde Herrschaft, unter anderem die byzantinische, die die Reggioer Kirche dem römischen Papst entzog und dem Patriarchen von Konstantinopel unterstellte; es folgte die Ankunft der Normannen (1061), die sie der römischen Kirchenautorität zurückgaben; sie überließen die alte Kathedrale den Griechen mit der Bezeichnung “Cattolica” und erbauten die Kathedrale vom Typus mit drei Schiffen. Sie wurde wieder aufgebaut und neu geweiht 1580 von Erzbischof Gaspare Ricciulli Del Fosso nach einem Brand der Türken (1574); dies geschah erneut 1594, darum wurden Restaurierungen nötig, so durch die Erzbischöfe Annibale D´Afflitto 1599, Gaspare Creales 1665, Martino Ybanez Y Villanueva 1682. Weitere Arbeiten wurden nötig nach dem Erdbeben von 1783 durch Ingenieur Giovan Battista Mori, bis zum anderen Erdbeben 1908, das erheblichen Schaden anrichtete, so dass beschlossen wurde, das Gebäude völlig neu aufzubauen und den Bau dem Wiederaufbau der Innenstadt anzugleichen.
Die heutige Kathedrale nach Plan des Ingenieurs P. Carmelo Umberto Angiolini und geändert durch Ing. Mariano Francescani wurd 1928 durch Erzbischof Mons. Carmelo Pujia geweiht.                                                        
Der Bau  vermischt stilistisch neuromanische und neugotische Elemente;  er ist als dreischiffige Basilika angelegt mit drei angedeuteten Querbauten, die so hoch sind wie das Mittelschiff, und polygonaler Apsis;  die Länge beträgt 93m und die Breite 26m; damit ist der Bau der größte der Region.
 An der Außentreppe stehen zwei Statuen des Steinmetzen Francesco Jerace aus dem Jahr 1929, links die des Apostels Paulus und rechts die des heiligen Stephanus von Nicäa. Das rechte Portal, das das Leben des heiligen Paulus darstellt, wurde von Nunzio Bibbò gestaltet, während das linke der Madonna des Trostes gewidmet und ein Werk von Biagio Poidimani ist. Das mittlere Portal wurde anlässlich des 21. Nationalen Eucharistischen Kongresses 1988 eingeweiht; es ist Maria Himmelfahrt gewidmet und ist ein Werk von Luigi Venturini.
Das Mittelschiff ist von den Seitenschiffen durch zwei Säulenreihen getrennt, die mit Marmor verkleidet sind und auf Sockeln aus Tranimarmor stehen; ihr Abstand ist unterschiedlich und entspricht der Breite der Querhäuser. Entlang den Seitenschiffen öffnen sich acht Kapellen, die bewegliche Güter von großem kunsthistorischem Interesse beherbergen. Während im Inneren links vom Eingang ein Epigraph von Papst Paul VI eingemauert ist, durch welches die Kirche in den Rang einer Basilika erhoben wird, befindet sich rechts ein weiteres Epigraph von Papst Johannes Paul II, welches den heiligen Paulus zum Hauptpatron und Stephanus von Nicäa zum Nebenpatron der Diözese Reggio erklärt. Es werden weitere Kunstschätze aufbewahrt, wie der Bronzealtar, Gemälde aus dem 19. Jahrhundert von Crestadoro und Minali; die Sakramentskapelle, ein barockes Baudenkmal der Stadt, wurde 1655 von Placido Brandamonte aus Messina erbaut, während auf dem Altar ein wertvolles Ölbild von Domenico Maroli (1665) das Opfer Melchisedeks darstellt. In der Kapelle des Paulus befindet sich in der Mitte ein Bild des Sizilianers Carlo Maria Rinaldi:  Die Weihung des Stephanus von Nicäa, 1828. Vor dem Hauptaltar befindet sich der Lehrstuhl des Bischofs, ein Werk von Alessandro Monteleone.                               
Zwischen den zentralen Säulen findet ein Pergamos aus Marmor Platz, Werk des Francesco Jerace (1902), dessen Pult gestützt wird von den Symbolen der vier Evangelisten, und am Balustrade-Relief kann man die Predigt des heiligen Paulus bewundern.
Auf der linken Seite der Kathedrale befindet sich das Auditorium San Paolo, das einige Zeugen der alten Kathedrale beherbergt.

(Nach “Reggio Città d´Arte – Daniele Castrizio, Maria Rosaria Fascì, Renato G. Laganà)

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