Das Kloster der Heimsuchung

Ein Ort, an dem Stille und Geist zusammenkommen

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Am 11. November 1754 beschlossen die drei Töchter der Familie Musitano, eine der bedeutendsten in Reggio Calabria, ihr Leben in Abgeschiedenheit zu führen. So ist um die drei Schwestern herum der erste Kern des Klosters der Heimsuchung der Heiligen Maria von Reggio Calabria entstanden. Am Anfang befand sich das Kloster im Familienhaus der jungen Damen, dem Palazzo Musitano, das bereits in den ersten Jahren die beachtliche Zahl von zwölf Ordensleuten erreichte. Erst 1840, nach Erdbeben, politischen Unruhen und Verfolgungen, wurden das Kloster und die Gemeinschaft vom Orden offiziell anerkannt. In ihrer Geschichte hat die Gemeinschaft mehrere Standorte gekannt: Das primitive Kloster befand sich an der heutigen Piazza Italia, 1855 zog es in den oberen Teil der Stadt und seit dem 8. Dezember 2005 befindet sich das heutige Kloster an der Campi di San Nicola di Ortì.

Il Monastero della Visitazione

Ein zeitgenössisches Reiseziel

Gegenwärtig wird das alte Kloster dank eines Museumsumbauprojekts das Stadtmuseum der Stadt Reggio Calabria beherbergen; dank einer sorgfältigen und langwierigen Restaurierung werden die Ausstellungsräume die Funde und Werke von der byzantinischen bis zur zeitgenössischen Periode dort vorübergehend eine neue Heimat finden.
Ein Rundgang, der idealerweise an den des Archäologischen Nationalmuseums anknüpft, wo man die Schätze aus der griechisch-römischen Zeit bewundern kann.


Das neue Kloster


Am Fuße der Aspromonte, noch auf dem Gebiet der Gemeinde Reggio Calabria, steht das neue Kloster, die der Stille, dem Gebet und der Gastfreundschaft gewidmet ist. Die architektonische Struktur dreht sich um die drei Grundgebäude, den Kreuzgang, die Kirche und das Gästehaus. Es drückt in gewisser Weise den Lebensstil der Ordensleute aus, die das Kloster der Heimsuchung gewählt haben: Demut, Bescheidenheit und Einfachheit im Glauben, Herz und Ort gelebt. Obwohl streng und konsequent in seinem Stil, ist das Gebäude in einem Panoramabereich über die Meerenge gebaut mit einem wundervollen Blick auf Kalabrien und Sizilien. Im Inneren des Gebäudes sind alle wichtigen Räume über den Hauptkreuzgang zu erreichen, während die Dienst- und Arbeitsräume über die kleinen Kreuzgänge zugänglich sind. Die Gemeinschaftsräume wurden so konzipiert und verteilt, dass sie absolut funktional und ohne architektonische Schnörkel sind.

Leider ist es aus religiös-kirchlichen Gründen nicht möglich, das neue Kloster zu besichtigen.

WUSSTEN SIE SCHON …?

Dass der Ordensgründer die Figuren von Maria und Elisabeth als Vorbild für zukünftige Ordensleute wählte, liebevoll Visitandine genannt.

Die geistliche Einfachheit der Kirche im Inneren des Klosters

Die Kirche, die zwischen Kreuzgang und Gästehaus eingefügt ist, ist einfach und einladend, ein einzelner Raum, dessen Außenwände sich durch sechs Steinbögen und große Fenstern auszeichnen. Der architektonische Organismus, ohne Verzierungen, steht im Einklang mit dem Geist der Einfachheit des gesamten Gebäudes und drückt den spirituellen Wert aus, der dem Stil des von Francesco di Sales gegründeten Ordens zugrunde liegt. Der große Steinaltar wird von einem Mosaik überragt, das das Heilige Herz Jesu darstellt und vom Jesuitenpater Ivan Marko Rupnik geschaffen wurde. Links ist das Eisengitter, das das Presbyterium vom Nonnenchor trennt.

38.152495478548,15.691255331039
Platz
Il Monastero della Visitazione

Campi di S. Nicola, 89126
Ortì di Reggio Calabria

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