Schwertfisch

Die alte Schwertfisch-Tradition wird an der Meerenge weiter gepflegt

Die Schwertfischfischerei hat ihren Ursprung im 2. Jahrhundert v. Chr.: Wir lernen sie durch einige griechische Historikern - wie z. B. Polibius - kennen, die, fasziniert von dieser Art der Fischerei, die Technik genau beschrieben haben. Es gibt auch eine Legende, die besagt, dass sich nach dem Tod von Achilles seine Krieger, sehr erfahrene Lanzenreiter, aus Verzweiflung ins Meer stürzten und die Göttin Thetis sie in Schwertfische verwandelte.

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Schwertfisch

Die Spatare (Fischfahrten)

Die Fischfahrten, die sogenannten Spatare, die mit charakteristischen und schnellen Booten durchgeführt werden, sind den alten ähnlich geblieben und sind weiterhin ein interessantes und blutiges Schauspiel. Es gab einmal zwei Arten von Booten: Das erste, Luntru, war schnell und einfach zu handhaben und wurde für das tägliche Angeln verwendet. Das zweite, Palamitara mit großen, bis zu 1000 m lange Netzen, kam beim Nachtfischen zum Einsatz.

Alte Rituale

Trotz neuer technologischer Hilfsmittel ist die Schwertfischfischerei auch heute noch voll von alten Ritualen wie der Verwendung einer Stange am Bug mit einer blauen oder roten Holzkugel an der Spitze, auf die die Sterne des Großen Bärs gemalt sind, getrennt durch ein weißes Band, wahrscheinlichem in Anlehnung an die phönizische Kultur. Das geheimnisvollste der Rituale, die heute noch verwendet werden, ist das der „cardata da cruci“, das darin besteht, die rechte Wange des Schwertfisches mit dem Nagel einzuritzen, um eine Spur zu hinterlassen (wahrscheinlich als Zeichen des Wohlstands oder der Anerkennung des Fisches für seinen edlen Wert als Kämpfer). Ein Ritual, das es heute nicht mehr gepflegt wird ist das Fischen mit Liedern auf Griechisch zu begleiten, denn der Aberglaube wollte, dass, wenn man in einer anderen Sprache singt, der Fisch abhauen würde.