Susumelle, das Weihnachts-Schokoladengebäck

Jede Familie hat ihr Rezept

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Im antiken Griechenland als Geschenk an die Göttinnen Demeter und Core erfunden, verbergen die Susumellen in ihrem Namen das Geheimnis ihrer Herkunft. Es gibt zwei umstrittene Hypothesen. Susumelle als Verbindung von Sesamun und Mel, also Sesam und Honig, wobei Sesam im heutigen Rezept gar nicht vorkommt. Oder, wiederum aus dem Griechischen, Susumeda, also verdorbenes Lebensmittel, von schlechter Qualität für Arme, in der Vergangenheit und insbesondere für die Feiertage, in guter Qualität, für die Reichen.

Gebäck, das es in sich hat

Die Susumellen können eiförmig oder rautenförmig sein, mit dunkler Schokolade oder alternativ weiß überzogen, aber was sie auszeichnet, ist der intensive und unverwechselbare Geschmack von Zimt und Kakao sowie kandierten Früchten im Teig. Jede Familie, ausgehend vom Originalrezept, hat eine eigene Version entwickelt.

WUSSTEN SIE SCHON?

In der Vergangenheit gab es drei Arten von edlen Susumellen, mit Weißmehl und für die Reichen, die Zampognaro, mit gemischtem Mehl und übrig gebliebenen Zutaten, und die des guten Weges für Priester und Mönche.

Ein Arme-Leute-Rezept

Bereits im 17. Jahrhundert wurden die Nonnen der damaligen Klöster im Königreich Neapel durch die Verabschiedung eines Sondergesetzes daran gehindert, Susumelle aus Weißmehl, damals das begehrteste, herzustellen, um Verschwendung zu vermeiden, auch weil sie oft auf dem Tisch der weniger Wohlhabenden landeten, die sie nach der Logik der damaligen Zeit nicht verdient hätten.